Haarpflege

Box Braids und Knotless Braids waschen und trocknen

Um Box Braids oder Knotless Braids zu Hause zu waschen, mischst du ein mildes Shampoo mit lauwarmem Wasser, verteilst es entlang der Scheitel und massierst die Kopfhaut mit den Fingerkuppen: Der Schaum, der nach unten läuft, reinigt die Längen. Spüle, bis kein Schaum mehr kommt, drück die Zöpfe im Handtuch aus und trockne sie auch innen, bevor du sie zusammennimmst oder schlafen gehst.

Bevor du beginnst

Einen festen Rhythmus gibt es nicht. Die British Association of Dermatologists schlägt vor, Afrohaar alle ein bis drei Wochen zu waschen, bei Produktresten oder fettiger Kopfhaut auch früher, und eine Dermatologin des Baylor College of Medicine rät bei Braids zu einer Wäsche alle zwei Wochen. Keine dieser Quellen nennt eine Wartezeit nach dem Flechten: Wenn du schwitzt oder es juckt, warte nicht.

  • Mildes Shampoo.
  • Eine Applikator- oder Sprühflasche, um es mit Wasser zu verdünnen.
  • Leichte Spülung oder Leave-in-Pflege.
  • Ein Mikrofaserhandtuch oder ein Baumwoll-T-Shirt.
  • Ein Föhn mit Kalt- oder niedriger Stufe oder ein paar Stunden zum Lufttrocknen.

Wasch deine Braids, wenn du noch den Rest des Tages vor dir hast, nicht direkt vor dem Schlafengehen. Nimm wenig Produkt, das sich leicht ausspülen lässt. Und wenn ein Zopf schmerzt oder zieht, lies zuerst „Warnzeichen ernst nehmen“.

Schritt für Schritt

Shampoo wird mit einer Dosierspitze zwischen Box Braids aufgetragen.

1. Mach die Kopfhaut nass

Neig den Kopf und lass lauwarmes Wasser über die Scheitel und dann über die Längen laufen. Passt, wenn du das Wasser auf der Haut spürst und nicht nur auf den Zöpfen.

2. Verteile das Shampoo auf den Scheiteln

Setz die Spitze der Flasche auf jeden Scheitel und arbeite dich abschnittsweise von der Stirn zum Nacken vor. Entsteht der Schaum direkt auf der Haut, kommt das Shampoo dort an, wo es hin soll.

Wasser wird zwischen den Braids auf die Kopfhaut gerichtet.

3. Massiere mit den Fingerkuppen

Drück sanft und lass wieder los, ohne Nägel und ohne die Zöpfe aneinander zu reiben. Bleiben die Ansätze an ihrem Platz und zieht nichts, machst du es richtig.

4. Spüle gründlich aus

Lenk das Wasser auf die Scheitel und drück jede Zopfgruppe sanft nach unten aus. Fertig bist du, wenn beim Drücken kein Schaum mehr kommt.

Hände drücken Braids behutsam mit einem Handtuch aus, ohne sie zu verdrehen.

5. Pflege ohne Rückstände

Nimm wenig verdünnte Spülung für den Abschnitt, in dem dein eigenes Haar steckt, und spül sie genauso gründlich aus; eine leichte Leave-in-Pflege geht auch. Zwischen den Zöpfen darf kein weißer Rest bleiben.

6. Drück das Wasser mit dem Handtuch aus

Wickle die Zöpfe gruppenweise ins Handtuch und drück, ohne zu wringen oder zu reiben. Tropfen sie nicht mehr, geht es ans Trocknen.

Innen trocknen, nicht nur außen

Ein Föhn wird mit Abstand zum Haar auf den Ansatz gerichtet.

Von außen können die Zöpfe viel früher trocken wirken als am Ansatz und im Inneren, und Wasser, das drinnen bleibt, kann muffig riechen. Die British Association of Dermatologists warnt bei Locs davor: Ohne gründliches Trocknen kann sich Schimmel bilden.

An der Luft

Am schonendsten für Kopfhaut und Haar. Lass die Zöpfe offen und locker verteilt und plane mehrere Stunden ein.

Mit dem Föhn

Kalte Luft oder niedrige Hitze, immer in Bewegung und ohne die Düse aufzusetzen, zuerst am Ansatz und im Nacken. Eine Trockenhaube auf niedriger Stufe geht auch.

Beachte bei Kunsthaar die Pflegehinweise des Herstellers. Vermeide hohe Hitze und bewege den Föhn mit Abstand zum Haar.

Woran du merkst, dass sie trocken sind

  1. Teile mehrere Braids ab und prüfe den Ansatz auf Feuchtigkeit. Ein kühles Gefühl allein bedeutet nicht, dass sie nass sind.
  2. Prüf den Nacken und die unteren Zöpfe, die am wenigsten Luft abbekommen.
  3. Drück die dickste Stelle eines Zopfes in ein trockenes Handtuch: Wird es feucht, trockne weiter.

Solange nicht alle drei Punkte passen, nimm die Zöpfe nicht zusammen, deck sie nicht ab und geh nicht damit schlafen.

Wenn sie trocken sind: So schützt du sie in der Nacht.

Häufige Fehler

  • Die Zöpfe aneinander oder mit dem Handtuch reiben: Sie werden kraus. Besser drücken.
  • Mit heißer Luft und der Düse direkt am Kopf föhnen.
  • Die nassen Zöpfe zu einem Dutt binden, wenn sie am schwersten sind und am langsamsten trocknen.
  • Seltener waschen, damit die Frisur länger hält: Produktreste können die Kopfhaut reizen.

Je nach Flechtstil

Traditionelle Box Braids, Knotless Braids und andere einzeln geflochtene Zöpfe mit Kunsthaar wäschst du mit denselben Schritten, nur mit ein paar Unterschieden.

Mittelgroße Box Braids von hinten.

Den Ansatz gut ausspülen

Traditionelle Box Braids

Das Flechthaar wird meist direkt am Ansatz befestigt, der Ansatz ist deshalb kompakter. Richte das Wasser beim Ausspülen dorthin und prüf ihn beim Trocknen.

Mittelgroße Box Braids ansehen

Knotless Box Braids von hinten.

Ansatz nicht reiben

Knotless

Sie beginnen mit deinem eigenen Haar, das Kunsthaar kommt nach und nach dazu: Der Ansatz liegt flach und kann schneller kraus werden. Massiere ihn mit den Fingerkuppen, ohne zu reiben.

Knotless Braids ansehen

Boho Braids mit offenen Locken.

Locken nur mit den Fingern

Boho mit offenen Locken

Offene Strähnen können sich verknoten. Trenn sie mit den Fingern und bürste sie nicht. Echthaar verträgt etwas Spülung, bei Kunsthaar richtest du dich nach dem Etikett.

Boho mit offenen Locken ansehen

Bei Jumbo Braids oder sehr langen Zöpfen speichert jeder Zopf mehr Wasser und ist nass schwerer: Drück sie gut aus und plane mehr Trockenzeit ein.

Trägst du zwei Kopfhautzöpfe? So wäschst und trocknest du sie.

Warnzeichen ernst nehmen

Waschen macht zu straffe Zöpfe nicht besser. Bei Schmerzen, Brennen, Krusten oder Haut, die sich um einen Zopf anhebt, lockere oder öffne diese Stelle. Lass dich dermatologisch beraten, wenn der Juckreiz nach dem Waschen bleibt, wenn Pickel, Schuppen oder Rötungen an Stirn, Ohren oder Hals auftreten oder wenn du abgebrochene Haare oder lichte Stellen bemerkst.

Juckreiz unter Braids ist meist keine Trockenheit: Eine Dermatologin des Baylor College of Medicine führt ihn vor allem auf seborrhoische Dermatitis und auf Reaktionen auf Produkte oder Farbstoffe zurück. Mehr Öl löst das Problem nicht.

Warnzeichen bei Zug auf die Haare: Informationen der American Academy of Dermatology.

Weitere Pflege für deine Braids

Quellen dieses Ratgebers

Ein Ratgeber von AC Trenzas Studio. Die Hinweise zur Kopfhaut stützen sich auf dermatologische Quellen, die Waschtechnik auf übliche Friseurpraxis. Er ersetzt keine hautärztliche Untersuchung.

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